Ligabericht Runde 9
20.06-21.06.2026
Endlich mal wieder ein längerer Bericht. Das Wochenende brachte eine ordentliche Hitze mit sich. Zudem wurde das durchaus gute Flugwetter von lokalen Schauern und Gewittern durchwachsen.
Trotzdem trafen sich folgende Piloten, um endlich mal wieder ein paar Punkte zu holen: Noah (LS8-18m), Philipp (Ventus 3M) und Stefan und ich im Duo.
Der Samstag war durchaus fliegbar, aber genau so wie der Sonntag von Gewittern geprägt. Es ging sich aber für niemanden zeitlich aus. Deshalb wurden alle Wertungsflüge am Sonntag gemacht.
Um 8 Uhr morgens wurden alle Flieger aufgebaut und fertig gemacht. Es hat auch jeder ordentlich Wasser getankt. Das es lokal überentwickeln wird, war allen klar. Zudem sollte der Bayerwald
ab ca. 14 Uhr dicht sein. Trotzdem waren alle optimistisch. Stefan und ich sind als letzte gestartet und haben am Pröller ausgeklinkt. Noah und Philipp waren uns schon voraus.
Noah war zu dem Zeitpunkt bereits am Arber und konnte von dort aus Philipp zum Moldau Stausee folgen. Dieser war zu dem Zeitpunkt schon dort. Philipp hat als einziger deklariert:
Ein 720km FAI Dreieck, Von Straubing zum Schoberstein -westlich in den Österreichischen Alpen- danach zum Hochiss -in der nähe von Innsbruck- und dann wieder nach Straubing.
Noah und das Duo Team haben sich für einen freien Flug entschieden. Spoiler: Philipp kam aufgrund von Gewittern in den Alpen leider nicht zur 2. Wende und konnte somit die Aufgabe
nicht abschließen. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, war entscheidend am Sonntag. Stefan und ich haben es auch eigentlich immer geschafft. Zumindest konnten wir alle Schauer
und Gewitter umfliegen oder davor umdrehen. Noah hatte weniger Glück. Während Philipp noch gut zum Moldau Stausee kam, wurde Noah komplett nass. Das hat natürlich ordentlich Zeit und
Gleitleistung gekostet. Stefan und ich haben dann die Schauer etwas umflogen, sind aber dann zwischen dem Rachel und dem Lusen gewendet. Uns war es zu riskant und Noah hatte ordentlich zu
kämpfen. Nach einem kurzen Rückflug zum Arber flogen wir dann doch nochmal nach Osten. Dieses mal an der Landesgrenze entlang. Somit kamen wir etwas weiter um die Schauer rundum, sind aber dann auf
ein Gewitter etwas östlich vom Lusen gestoßen. Noah konnte zu diesem Zeitpunkt wieder zum Arber hochfliegen. Philipp war hier schon östlich von Linz am Einstieg in die Alpen.
Wie bereits erwähnt kam Philipp noch relativ gut durch den Bayerwald durch. Der Rest kam schon zu spät. Somit blieb uns nur der Weg nach Westen offen. Wir sind dann zusammen mit Noah
vorerst Richtung Regensburg hoch. Haben uns dann aber für einen Kurs nach norden entschieden. Noah wurde dann von technischen Ausfällen geplagt. Sowohl das GPS des Varios als auch das Flarm
GPS versagten, zumindest Zeitweise. Am Ende musste er sein Wertungsfenster anpassen um einen gültigen Flug zusammen zu bekommen. Das hat sich dann etwas negativ auf seine Statistik ausgewirkt.
Mit dieser Avionik ist er dann trotzdem noch nach Beilngries geflogen. Von dort ist er aber dann gewendet und in Straubing gelandet. Es war aber anscheinend nicht nur die Laune, die von
den Geschehnissen im Keller war, sondern auch ein weiteres Gewitter was von Westen hereinzog. Stefan und ich sind dann über Schwandorf durch die inaktive EDR 144 nach Amberg und dann wieder
zurück. Wir waren exakt zur richtigen Zeit am richtigen Ort und wurden mit ordentlichen Steigwerten beglückt. Von dort aus ging es aber dann auch nicht mehr weiter.
Deshalb drehten wir um. Bei der Käsplatte wieder angekommen war nun die Frage wie es weiter geht. Mit einer Basis von 2800m MSL waren wir noch gut hoch. Doch ein kurzer Blick ins Satbild
nahm uns die Entscheidung weg. Von Westen zog die eben erwähnte Gewittermauer rein, im Osten stand eine stationäre Gewittermauer. Somit machten wir aus 2400m MSL von der Käsplatte aus
den Endanflug nach Straubing. Aufgrund der Höhe flogen wir dann mit 230km/h permanent voran und verlängerten bis nach Mitterharthausen. Wäre ja zu schade einfach die Höhe am Platz mit den
Klappen zu vernichten. Nach der Landung brach dann kurz hektik aus den die Gewitterfront war nun bei Regensburg. Somit wurde gleichzeitig die LS8 eingepackt und der Duo geputzt und angezogen.
Diese Panik hätten wir uns aber sparen können, denn das Unwetter löste sich auf, ehe es Straubing erreichen konnte. Aber wir wussten es halt nicht. Zu diesem Zeitpunkt zog auch Philipp sich aus
den Alpen zurück, da es eben auch dort am gewittern war.
Trotzdem eine relativ gute Bilanz:
Keine Außenlandung, kein Blitzschlag, drei Wertungsflüge.
Zur Wertung:
Im Sprint:
Noah (LS8-18m): 114,5km/h 103,6 Punkte (Glaube der LS8-18m Index kann schon im Ventus 3 ziemlich weh tun)
Philipp (Ventus 3M): 116,6km/h 100,1 Punkte
Stefan und Jakob (Duo): 108,2km/h 98,6 Punkte
DMST:
Philipp (Ventus 3M): 504,3km 537,4 Punkte (653,4km 102,6km/h)
Noah (LS8-18m): 312,9km 274,5 Punkte (364,4km 108,3km/h)
Stefan und Jakob (Duo): 307,1km 271,7 Punkte (370,4km 105km/h)
Damit konnten wir in der 9. Runde den 6. Platz ergattern und 10 Punkte kassieren. Insgesamt sind wir leider um drei Plätze auf den 10. Platz abgerutscht. Aber gleich auf mit dem FSV Laichingen
und P8 und P7 sind in greifbarer Nähe.
Allerdings ist jetzt schon halbzeit. Klar wenn das Wetter nichts hergibt, dann können wir dagegen nichts tun. Aber langsam wird es Zeit ordentlich gas zu geben.